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Mittelalterliche Quell-, Zieh- und Springbrunnen (Ergänzung zum BBK)


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Für aktuelle Version ab EEP 10
Best.-Nr.: 

V10NIG20016

Autor/Copyright: Ivan Hnatiuk (IG2)
Bereitstellung: 21.12.2018
Dateigrösse: 14.52 MB
Ihr Preis:
nur 3.99
Preis incl. der geltenden MwSt.


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Vorbild im Gesamteindruck getroffen
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Detaillierung und Materialnachbildung
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Farbgebung (Farbechtheit z.B. im Bezug zu RAL)
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Fahreigenschaften bzw. Funktionsumfang
3
Sound (individuelle Geräuschkulisse)
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Beschreibung:

Die Brunnen und Springbrunnen des Früh- und Hochmittelalters können in EEP als Exponate eines Freilicht- oder Freilandmuseums genutzt werden und ergänzen so den Burg-Baukasten. Sie können aber durchaus auch an einer anderen Stelle ihren Einsatz finden. 

Brunnen:
Ohne Trinkwasser kann der Mensch keine drei Tage überleben. Deshalb war es schon für unsere Vorfahren wichtig, immer in der Nähe von Wasserstellen wie Quellen, Flüssen und Süßwasserseen zu siedeln. Um auch das Wasser aus dem Erdreich zu nutzen, entwickelten die Menschen schon sehr früh eine Brunnentechnik, die auch das Grundwasser als zusätzliche Ressource nutzbar machte. 

Im Mittelalter hatten Brunnen verschiedene Funktionen. Man findet sie häufig in Kirchen und Klöstern, denn für die gläubige Bevölkerung stellte das Brunnenwasser eine reinigende Wirkung dar. Zum Teil gab es sogar Wasserleitungen, die zu einer Küche oder Herberge führten. Aber nicht nur auf klerikalem Boden, sondern selbstverständlich auch in Städten wurden Brunnen ausgiebig genutzt. Die städtischen Grundwasserbrunnen stellten einerseits die Trinkwasserversorgung sicher und wurden andererseits zur Gewinnung von Löschwasser bei Bränden eingesetzt. Alle Haushalte, die einen städtischen Brunnen verwenden wollten, wurden in "Brunnengemeinden" aufgeteilt, die sich verpflichteten, für die gemeinsame Wartung des Brunnens zu sorgen. Neben den öffentlichen Brunnen gab es auch Privatbrunnen, die jährlich einmal gereinigt wurden. Dazu wurde das Wasser komplett abgeschöpft und der Brunnenboden gesäubert. Die Verjauchung von Brunnen war im Mittelalter Gang und Gäbe und zählte zu den unangenehmen Ereignissen. Darüber hinaus bedeutete eine Verjauchung auch immer ein gesundheitliches Risiko. Die Verunreinigung von Brunnen durch Fäkalienwässer lag meistens in der Bauplanung. Häufig wurde nicht genügend Platz zwischen den Brunnenschächten und der Mistgrube beziehungsweise den Abtritten gelassen, sodass sich frisches Grundwasser und schmutziges Abwasser vermischten. Erst im 15. Jahrhundert wurden städtische Verordnungen wirksam, die das Problem weitestgehend eindämmten.

Da Trinkwasser ein hohes Gut war, das durch einen Brunnen gewonnen wurde, hatte die vorsätzliche Verunreinigung oder Beschädigung von Brunnenanlagen hohe Strafen zur Folge. Es gab zahlreiche Vorschriften, die den ordnungsgemäßen Gebrauch von Brunnen regelte. Unter anderem war es den Bürgern untersagt, ihre Schuhe oder Kleidung mit dem Brunnenwasser zu reinigen. Auch kranke Menschen mussten aufpassen, wenn sie einen Brunnen benutzen wollten, denn eine Übertragung von Seuchen sollte unter allen Umständen verhindert werden. Diejenigen, die es wagten, eines der städtischen Gebote zu missachten, erwartete im schlimmsten Fall die Todesstrafe.
Um einen Brunnen anzulegen, wurde entweder eine oberirdische Quelle eingefasst oder ein Schacht gegraben, der zu einer wasserführenden Schicht reichte. Den Schacht mit rundem oder viereckigem Grundriss kleideten die Ingenieure mit Rutenflechtwerk oder Bohlen aus. Später wurden ausschließlich Steine oder Ziegel für die Schachtverkleidung benutzt. Der Schachtboden wurde in der Regel mit Kieselsteinen ausgelegt, damit der Schöpfeimer keinen Dreck aufwirbeln konnte. Auf Bodenhöhe errichteten die Brunnenbauer eine kniehohe Mauer, um Unfälle und Verunreinigungen zu verhindern. Manche Brunnen bekamen auch eine Bedachung aus Holz. Um die Lasten des vollgefüllten Brunneneimers zu mindern, wurde auf dem Brunnen ein Flaschenzug angebracht, der den Eimer mit Hilfe eines Seiles bis zum Grund befördern konnte.

Die mittelalterlichen Konstrukteure entwarfen immer modernere Brunnentypen. Bei Brunnen mit Doppeleimern wurde stets ein leerer Trog hinunter gelassen, während ein voller Eimer hinauf gezogen wurde. Später konnten Brunnen auch mit Treträdern zur Wasserschöpfung benutzt werden.
Brunnen waren im Mittelalter auch immer ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Es wurden die neuesten Gerüchte und Geschichten ausgetauscht. Die meisten Brunnen hatten auch einen Namen, der zum Beispiel an einen Monarchen oder aber auch an eine Besonderheit in der Umgebung erinnerte. Die Anzahl der Brunnen variierte von Stadt zu Stadt. In Nürnberg gab es um 1450 etwa 50 öffentliche Brunnen.

Quelle: brunnenbau.de

Lieferumfang:

Das Set besteht aus insgesamt 6 Modellen, welche Sie nach dem Einscannen in folgenden EEP-Kategorien vorfinden werden:

Immobilien/Sehenswürdigkeiten/Denkmalgeschützt

  • BBK: Brunnen, mittelalterlicher Stadtbrunnen
  • BBK: Brunnen, mittelalterlicher Springbrunnen
  • BBK: Brunnen, mittelalterlicher Kurbelbrunnen, überdacht
  • BBK: Brunnen, mittelalterlicher Kurbelbrunnen
  • BBK: Brunnen, mittelalterlicher Zugbrunnen
  • BBK: Brunnen, mittelalterlicher Quellbrunnen
Hinweise:

Alle Modelle dieses Artikels unterstützen die LOD-Funktion und wurden für EEP ab der Version 10 optimiert.

Die Hauptmodelle des Burg-Baukasten-Systems finden Sie unter folgenden Bestellnummern:
V10NMS70016 - "Burg-Baukasten , Teile 1 bis 6 im Sparset"
V10NMS70010** - "Wehrgang mit Schießscharten"
V10NMS70011** - "Wehrmauer mit Zinnen"
V10NMS70012** - "Rundturm mit Wendelstein"
V10NMS70013** - "Bergfried, der Halbrundturm"
V10NMS70014** - "Etagen, Gänge, Wände"
V10NMS70015** - "Kamine und Wandvariationen"
** Die mit Sternchen gekennzeichneten Artikel sind im Lieferumfang des Sparsets V10NMS70016 enthalten!

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V10NIG20015 - "Freilandmuseum - mittelalterliche Zelte und Pavillons (Ergänzung zum BBK)"
V10NDU10100 - "Kletterpflanzen (Efeuranken) und Insignien als Verzierungen (Ergänzung zum BBK)"

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